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Nachtsicht auf Mobiltelefonen: Was die Kamera im Dunkeln leisten kann

Was möchten Sie jetzt sehen?

Man installiert die App, die Nachtsicht verspricht, richtet sie auf den dunklen Raum und sieht … einen körnigen, grünlichen Fleck. Der Bildschirm ist zwar grün geworden, aber man kann immer noch nichts erkennen.

Die Erklärung ist einfach und gilt für alle: Eine Handykamera erzeugt kein Licht; sie fängt das bereits vorhandene Licht ein. Wo kein Licht ist, gibt es nichts zu erfassen – und keine Software kann das lösen.


Der Grünfilter dient rein ästhetischen Zwecken.

Der grünliche Farbton imitiert das Aussehen militärischer Ausrüstung. Er fügt dem Bild keine Information hinzu.


Der Nachtmodus ist etwas ganz anderes, und er ist real.

Der Verschluss bleibt einige Sekunden lang geöffnet und kombiniert mehrere Bilder. Die Kamera funktioniert bei schwachem Licht, aber nicht in völliger Dunkelheit.


Echte Nachtsicht nutzt Infrarot.

Es beleuchtet die Szene mit Licht, das für das Auge unsichtbar ist, und fängt die Reflexion ein. Dazu benötigt es einen Infrarotstrahler, über den Mobiltelefone nicht verfügen.


Wärmebildkameras sind keine Nachtsichtgeräte.

Die Wärmebildkamera misst Wärme, nicht Licht. Sie kann in völliger Dunkelheit sehen, verwendet aber einen anderen Sensor und wird als separates Zubehör geliefert.


Was genau bewirkt der Nachtmodus?

Es ist wichtig, zwischen Marketing und Technik zu unterscheiden, denn der hauseigene Nachtmodus des Telefons ist eine beeindruckende Technologie.

Wenn Sie sie aktivieren, die Kamera Es erfasst mehrere Einzelbilder über einen Zeitraum von wenigen Sekunden. Der Prozessor kombiniert die Bilder, richtet sie aus und entfernt Rauschen. Das Ergebnis ist ein klares Foto einer Szene, die das Auge als dunkel wahrgenommen hat.

Die Grenze ist, dass er Folgendes benötigt: manche Licht – von einer Straßenlaterne, vom Mond, durch ein Fenster. Die Szene muss während der Aufnahme ruhig bleiben, weshalb eine sich bewegende Person auf einem Nachtfoto unscharf erscheint. In einem Raum ohne Lichtquelle fehlt dem Bild ein Rahmen.

Was gibt es im Dunkeln zu sehen?

Zwei Lösungen funktionieren, und beide basieren auf Hardware. Die erste ist die Thermisches Zubehör, Es wird an ein Mobiltelefon angeschlossen und misst die Infrarotstrahlung, die von der Körperwärme abgegeben wird. Es funktioniert in völliger Dunkelheit, zeigt aber keine visuellen Details an – es misst die Temperatur.

Die zweite ist Sicherheitskamera mit InfrarotDie kleinen roten Punkte um die Linse herum sind Leuchtdioden, die die Umgebung mit unsichtbarem Licht ausleuchten. Das Smartphone greift über die Kamera-App auf das Bild zu, aber die Kamera selbst sieht das Bild, nicht das Smartphone.

Es gibt auch einen kuriosen Trick: Die Frontkamera vieler Handys sieht Infrarotlicht. Richten Sie die Fernbedienung darauf und drücken Sie eine Taste, um das Licht blinken zu sehen. Dies dient zum Testen der Fernbedienung, nicht zur Beleuchtung eines Raumes.

Wie man im Dunkeln bessere Fotos macht


Unterstützen Sie Ihr Mobiltelefon.

Im Nachtmodus dauert die Aufnahme nur wenige Sekunden. Das Anlehnen an einen festen Gegenstand oder die Verwendung eines Stativs verändert das Ergebnis völlig.


Bitten Sie sie, sich nicht zu bewegen.

Eine sich bewegende Person erscheint unscharf, weil mehrere Einzelbilder kombiniert werden. Eine vorherige Warnung löst das Problem.


Profi-Modus verwenden.

Eine manuelle Erhöhung der Belichtungszeit liefert in der Regel bessere Ergebnisse als jede Nachtsicht-App.


Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine App mit Nachtsichtfunktion?

Gar nicht. Ohne Infrarotsender oder Wärmesensor kann die Software in völliger Dunkelheit nichts ausrichten.

Und wie sieht es mit Videos aus, die zeigen, dass es funktioniert?

Sie werden üblicherweise in einer Umgebung mit etwas Licht aufgenommen, wo der Nachtmodus des Telefons bereits ein ähnliches Ergebnis liefern würde.

Ist es geeignet, um nachts Tiere im Garten zu beobachten?

Bei Straßenlaternen oder Mondlicht ist der Nachtmodus hilfreich. In völliger Dunkelheit funktioniert nur eine Kamera mit Infrarotfunktion.

Reicht die Taschenlampe des Handys nicht aus, um das Problem zu lösen?

Es funktioniert aus nächster Nähe und ist ehrlich: Es ist wirklich helles Licht. Das Problem ist, dass es die eigene Anwesenheit verrät und eine geringe Reichweite hat.

Bei etwas Licht leistet der hauseigene Nachtmodus des Telefons hervorragende Arbeit. In völliger Dunkelheit ist jedoch die Hardware die Lösung – und keine App kann sie ersetzen.